Änderungen, Zensur und Unterdrückung  
 
  Wiedertaufe 27.03.2017 00:40 (UTC)
   
 

Wiedertaufe

 

Heute glaubt die Mormonenkirche nicht an Wiedertaufe. Präsident Joseph Fielding Smith erklärte: „Es ist einfach unnötig, Menschen nochmals zu taufen, bloß als Erneuerung ihrer Bündnisse jedes Mal, wenn sie übertreten, um Vergebung zu erlangen; denn das würde diese heilige Verordnung sehr ENTWERTEN und ihre Wirksamkeit schwächen. Eine Taufe durch Wasser für die Vergebung der Sünden sollte genug sein,…“ (Doctrines of Salvation, Bd. 3, S. 335)

Während wir die frühe Geschichte der Mormonenkirche untersuchen, entdecken wir, dass Wiedertaufe eine sehr populäre Praktik unter den Mormonen während der Tage Joseph Smiths und Brigham Youngs war. In der Church Chronology unter dem Jahr 1856 finden wir folgendes: „Eine allgemeine Reformation ereignete sich in der ganzen Kirche, nämlich die meisten Heiligen ERNEUERTEN IHR BÜNDNIS DURCH TAUFE.“ (Church Chronology, von Andrew Jensen, S. 55)

Das folgende Zeugnis findet man im Temple Lot Case:

„Alle Mitglieder der Kirche, die nach Utah kamen, wurden angewiesen, unter Brigham Young getauft zu werden,…

Danach hatte die Kirche eine weitere Reformation und unter dieser WURDEN WIR ZUM ZWEITEN MAL GETAUFT UND WIR WURDEN FÜR DIESELBE SACHE GETAUFT… Ich weiß nicht, ob wir damals von Christus WEG waren oder nicht.“ (Temple Lot Case, S. 341)

Der Mormonenapostel Orson Pratt gab 1875 folgende Erklärung ab: „Es scheint so etwas wie eine ständige Verordnung für alle Heiligen der Letzten Tage zu sein, die nach hier auswandern, von der ERSTEN PRÄSIDENTSCHAFT ANGEFANGEN SIND ALLE WIEDERGETAUFT und haben sich neu ausgerichtet, indem sie ihre Bündnisse erneuert haben.“ (Journal of Discourses, Bd. 18, S. 160)

Brigham Young behauptete, dass die Ausübung der Wiedertaufe durch Offenbarung eingeführt wurde: „Zu der Zeit kam eine OFFENBARUNG, dass die Heiligen getauft und WIEDERGETAUFT werden könnten, wenn sie es wollten, und wir könnten für unsere teuren Freunde getauft werden…“ (Journal of Discourses, Bd. 18, S. 241)

August W. Lundstrom bezeugte in seinem Reed Smoot Case, dass die Mormonenkirche 1898 mit der Ausübung der Wiedertaufe aufhörte; er gab auch folgendes Zeugnis:

„Herr Van Cott: Was war eigentlich ihr Standpunkt in Bezug auf Apostel Cowley über die Verordnung der Wiedertaufe?

Herr Lundstrom: Es war in Bezug auf die Einstellung der Wiedertaufe, die vorher üblich gewesen war, als Problemfälle auftauchten und von einigen Gruppen um die Wiedertaufe gebeten wurde; und zu jener Zeit erhielten wir Anweisungen, nicht mehr wiederzutaufen.“ (Reed Smoot Case, Bd. 2, S. 159)

„Herr Lundstrom: Ich fand Unbeständigkeiten in der Lehre – Änderungen wurden vorgenommen. Ich war ein Mormone geworden, weil ich dachte, sie wäre die einzige wahre Religion. Ich war ernsthaft, so lange ich glaubte, dass sie die wahre Kirche und von Gott offenbart wäre; aber als ich entdeckte, dass sich Änderungen einschlichen – späte Offenbarungen, wie sie genannt wurden, standen im offenen Widerspruch zu früheren Offenbarungen - begann ich ein wenig genauer zu studieren und tatsächlich fand ich einen schwachen Punkt in der Mauer und als ich ihn berührte, wurde ein Loch daraus, das groß genug war, dass ich hindurchkriechen konnte. Das Fundament war nicht stabil, also verließ ich es. Meine Überzeugung, die ich vorher hatte, fiel durch. So ernsthaft wie ich vorher glaubte, dass es die Wahrheit wäre, genauso war ich nachher davon überzeugt, dass es nicht die Wahrheit war.“ (Reed Smoot Case, Bd. 2, S. 154)

Es gibt eine Vielfalt verschiedener Lehren – z. B. Vielehe, Wiedertaufe und das Gesetz der Adoption -, die in der frühen Mormonenkirche so wichtig waren, dass Gott deswegen Offenbarungen geben musste, die von späteren Mormonenführern verstoßen wurden. Im Gegensatz zu Dr. Nibleys Aussage gibt es wenige Kirchen, die genauso viele lehremäßige Veränderungen vorgenommen haben wie die Mormonenkirche.

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