Änderungen, Zensur und Unterdrückung  
 
  Journal of Discourses 29.06.2017 00:21 (UTC)
   
 

Journal of Discourses

 

Heber C. Kimball hatte offensichtlich etwas gegen die Zensur seiner Predigten, aber Brigham Young wurde für die Idee der Zensur gewonnen. Er erklärte einmal: „Bruder Heber sagt, dass die Musik aus seinen Predigten genommen wird, wenn Bruder Carrington hier und dort EIN WORT HERAUSNIMMT. Und ich habe aus meinen die Musik herausgenommen,…

Ich weiß, dass ich den Tag gesehen habe, wann, ließen wir Männer die Sprache gebrauchen, wie Bruder Heber es heute getan hat, viele vom wahren Glauben abgefallen wären. Beim Abdrucken meiner Bemerkungen LASSE ICH OFT DIE SCHARFEN WORTE WEG,…“ (Journal of Discourses, Bd. 5, S. 99)

Nachdem sie zensiert waren, wurden die Predigten der Mormonenführer  in den Deseret News gedruckt. Später wurden sie nochmals in Journal of Discourses geändert. Aber selbst nach dieser ganzen Zensur sind viele dieser Predigten fast unglaublich roh und mit Lehren gefüllt, die die Mormonenführer nicht mehr lehren.

Der Mormonenapostel John A. Widtsoe machte folgende Aussage bezüglich des Journal of Discourses: „… Brigham Young sicherte stenographische Berichte seiner Ansprachen. Während er unter dem Volk reiste, begleiteten ihn Reporter. Alles, was er sagte, wurde aufgezeichnet. Praktisch alle diese Ausführungen (vom 16. Dez. 1851 bis 19. Aug. 1877) wurden im Journal of Discourses, das weit verteilt wurde, veröffentlicht. Die öffentlichen Äußerungen einiger großer, historischer Figuren sind auf diese Weise ZUVERLÄSSIG und vollständig bewahrt worden.“ (Discourses of Brigham Young, von John A. Widtsoe, Vorwort)

Obwohl der Apostel John A. Widtsoe behauptete, dass die Predigten Brigham Youngs im ‚Journal of Discourses’ „zuverlässig“ bewahrt wurden, als er sie in seinem Buch ‚Discourses of Brigham Young’ abdruckte, nahm er einige bedeutsame Änderungen vor. Zum Beispiel machte Brigham Young in einer seiner Predigten einige sehr unpatriotische Bemerkungen:

„… Ich frage: Hatten wir nicht Grund für das Gefühl, dass UNSERE FEINDE IM VORTEIL WAREN, DASS SOGAR DIE REGIERUNG DURCH IHRE STILLE EINWILLIGUNG auch für unsere Vernichtung war?“ (Journal of Discourses, Bd. 2, S. 173)

Als der Apostel Widtsoe seine Bezugnahme abdruckte, wurden 12 Wörter ohne jeden Hinweis gelöscht:

„… Ich frage: Hatten wir nicht Grund für das Gefühl, dass auch unsere Feinde für unsere Vernichtung waren?“ (Discourses of Brigham Young, Salt Lake City, 1954, S. 478)

 

In einer Predigt, die am 6. April 1853 gegeben wurde, gab Brigham Young zu, dass er kein visionärer Mensch oder für die Prophetie geeignet wäre:

„Wartet geduldig, Brüder, bis es getan ist, und legt bereitwillig Hand an, es zu Ende zu bringen. Ich weiß, was es sein wird. ICH BIN KEIN VISIONÄRER MENSCH, AUCH BIN ICH NICHT FÜRS PROPHEZEIEN GEEIGNET. WENN ICH MÖCHTE, DASS IRGEND SO ETWAS GETAN WERDEN SOLL, RUFE ICH BRUDER HEBER – ER IST MEIN PROPHET, ER LIEBT ES ZU PROPHEZEIEN, UND ICH LIEBE ES, IHN ZU HÖREN. Ich sage selten viel über Offenbarungen oder Visionen,…“ (Journal of Discourses, Bd. 1, S. 132-133)

Beim Abdrucken dieses Zitats löschte der Mormonenapostel John A. Widtsoe 39 Wörter ohne jeden Hinweis:

„Wartet geduldig, Brüder, bis es getan ist, und legt bereitwillig Hand an, es zu Ende zu bringen. Ich weiß, was es sein wird. Ich sage selten viel über Offenbarungen oder Visionen,…“ (Discourses of Brigham Young, S. 410)

 

Wie wir schon gezeigt haben, lehrte Brigham Young in einer Predigt, dass der Grundsatz der Wiedertaufe durch Offenbarung geschaffen wurde:

„Zu dieser Zeit kam eine Offenbarung, dass die Heiligen getauft UND WIEDERGETAUFT WERDEN KÖNNEN, WENN SIE ES WOLLEN, UND DANN KÖNNEN WIR für unsere lieben Freunde GETAUFT WERDEN,…“ (Journal of Discourses, Bd. 18, S. 241)

 

Die Lehre der Wiedertaufe wurde gänzlich gelöscht, als John A. Widtsoe diese Aussage noch einmal veröffentlichte:

„Zu dieser Zeit (1840) kam eine Offenbarung, dass wir für unsere toten Freunde getauft werden könnten,…“ (Discourses of Brigham Young, S. 462)

 

Weitere Änderungen wurden vorgenommen, die wir hier nicht erwähnen werden (für weitere Behandlung dieses Themas siehe unser Case, Bd. 1, S. 43-48). All diese Änderungen wurden trotz der Tatsache vorgenommen, dass im Vorwort zu Discourses of Brigham Young behauptet wird, dass man sich bei den Worten Brigham Youngs keine Freiheiten erlaubt hätte: „MAN HAT SICH in diesem Buch KEINE FREIHEITEN BEI DEN WORTEN BRIGHAM YOUNGS ERLAUBT. In einigen Fällen sind Fehler in der Sprache oder Buchstabierung, die wohl vom Drucker gemacht worden sind, korrigiert worden.“ (Discourses of Brigham Young, Vorwort, S. vii)

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