Änderungen, Zensur und Unterdrückung  
 
  Bücherverbrennung 29.06.2017 00:19 (UTC)
   
 

Bücherverbrennung

 

Viele Jahre lang hat die Mormonenkirche die Vernichtung von Veröffentlichungen angeregt, die gegenüber Joseph Smith oder die Kirche kritisch waren. Die Deseret News (die Mormonenzeitung, die in Salt Lake City herausgegeben wurde) brachte 1953 einen schändlichen Artikel, in dem folgende Erklärung erscheint:

„Der gutmütige Sven A. Wiman kann ein vorsichtiges Grinsen hervorbringen, wenn seine verheiratete Tochter auf Englisch erzählt, und das er ziemlich gut verstehen konnte, wie er, immer wenn er jeden Abend von seinem Teilzeitjob in verschiedenen Gebraucht-Bücher-Läden in ganz Schweden nach Hause zurückkehrte, ein Antimormonenbuch hervorholte und es dann wieder VERBRANNTE. Schweden, müssen Sie wissen, hat buchstäblich kein Ende an Antikirchenbüchern und Ältester Wiman ernannte sich selbst ZUM EIN-MANN-REINIGUNGSKOMITEE, UM SO VIELE VON DIESEN SCHMÄHSCHRIFTEN GEGEN DIE KIRCHE WIE MÖGLICH ZU VERNICHTEN.“ (Deseret News, Kirchenrubrik, 16. Mai 1953, S. 10)

Dieser Artikel gibt einen Eindruck davon, dass Bücherverbrennung eine nette Tätigkeit war, mit der man sich beschäftigen konnte, wenn sie gegen kirchenkritische Bücher gerichtet war.

1965 erhielten wir Besuch von einem Studenten der Brigham-Young-Universität, der kürzlich eine Mission für die Mormonenkirche in Texas erfüllt hatte. Er erzählte, dass er während der Mission die Anweisung hatte, dafür zu sorgen, dass mormonenkirchenkritische Bücher aus den Regalen der Büchereien entfernt würden. Er sagte, er wäre angewiesen gewesen, einen Satz Mormonenbücher, die von der Kirche gestiftet wurden, in jede Bücherei zu bringen und sie zum Austausch der alten Bücher anzubieten, die über die Kirche handelten. Auf diese Weise war er in der Lage, die Büchereien zu überlisten, ihm die älteren Bücher zu geben, die der Kirche kritisch gegenüber standen. Er sagte, dass die Methode SEHR wirkungsvoll in Texas war und dass viele der kirchenkritischen Bücher nach dieser Methode aus den Büchereien entfernt wurden. Dass solch ein Projekt tatsächlich von einigen Mormonenmissionaren ausgeführt wurde, wurde jetzt durch den Mormonenschriftsteller Samuel W. Taylor bestätigt. Er erklärte: „… Ich frage mich, wie viele Wohlwollenstouren des Tabernakelchores nötig sein würden, um den Schaden zu reparieren, der dem Mormonenimage zugefügt wurde, als der Playboy, mit seiner enormen Verbreitung und seinem Einfluss auf junge Leute, die Tatsache veröffentlichte, dass MORMONENMISSIONARE IN EINER KAMPAGNE DER BÜCHERVERBRENNUNG VERWICKELT WAREN? Der Artikel war ein Brief eines Bibliothekars aus Northampton, Mass., Lawrence Wikander, der zuerst im ‚American Library Association’s Newsletter on Intellectual Freedom’ vom Mai 1963 veröffentlicht und daraufhin im Playboy erneut abgedruckt wurde. Wikander erzählte von zwei Ältesten, die in seiner Bücherei erschienen, um die Auflistung des mormonischen Materials durchzusehen. Sie boten eine Liste von ‚aktuellerem Material’ an und nach der Übergabe machten sie folgenden Vorschlag:

Nun, da wir diese Bücher hätten, die die Wahrheit über ihre Religion aussagten, würden wir zweifelsohne gern andere Bücher entfernen, die Lügen über die Mormonenkirche erzählten. Andere Büchereien, so sagten sie, wären froh gewesen, dass wir ihnen diese herausgesucht hätten.

Der Veröffentlichung im Playboy folgend, versuchte einer meiner Freunde herauszufinden, wie umfassend die missionarische Bücherverbrennungs-Kampagne gewesen war. EINE ANZAHL ZURÜCKGEKEHRTER MISSIONARE, sowohl aus einheimischen als auch aus ausländischen Missionen, GAB ZU, DARAN TEILGENOMMEN ZU HABEN; aber der Zeitpunkt, wann, wie und von wem das Projekt ins Leben gerufen wurde, war verständlicherweise nicht zu ermitteln…

Selbsternannte ‚Comstocks’ unter uns sind für Jahre hinaus dem unheiligen Aufspüren und DER VERNICHTUNG VON BÜCHERN, DIE ALS UNGÜNSTIG BETRACHTET WURDEN, geweiht gewesen…

Meinem Bruder Raymond näherte sich ein Eiferer, der ihm eine Anzahl von seltenen Mormonenbüchern anbot, die Büchereistempel trugen. Der fromme Heilige gab leise zu, dass er SIE STEHLE, UM DIE ÖFFENTLICHKEIT ZU SCHÜTZEN, aber er sagte, er wäre sich sicher, dass Raymond mit seinem Hintergrund der Nachforschung und dem festen Zeugnis nicht Schaden nehmen würde.“ (Dialogue: A Journal of Mormon Thought, Sommer 1967, S. 26)

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