Änderungen, Zensur und Unterdrückung  
 
  Mormonen protestieren gegen Unterdrückung 19.11.2017 17:47 (UTC)
   
 

Mormonen protestieren gegen Unterdrückung

 

Juanita Brooks, eine bekannte Historikerin, die ein Mitglied der Mormonenkirche ist, behauptet, dass die Kirchenführer ihr versagten, sie einige beeidigte Erklärungen sehen zu lassen, die sie in Besitz hatten. In einer Fußnote auf Seite 217 in ihrem Buch The Mountain Meadows Massacre, erklärte sie:

„Einige Zeit vor seinem Tod erzählte der verstorbene Richter David H. Morris aus St. George, Utah, der Autorin von beeidigten Erklärungen, die er im Auftrag der Ersten Präsidentschaft der Kirche von den Teilnehmern am Massaker, die noch im Süden Utahs lebten, aufgenommen hatte…

Nach seinem Tod fragte die Autorin seine Tochter, Mrs. Paul Hafen, nach ihnen und erfuhr, dass… sie die beeidigten Erklärungen nach Salt Lake City gebracht und sie David O. McKay von der Ersten Präsidentschaft der Heiligen-der-Letzen-Tage-Kirche gegeben hatte.

Nach zwei erfolglosen Versuchen, mit David O. McKay ein Interview zu bekommen, machte die Autorin ein Treffen per Ferngespräch aus. Nach einer Reise von mehr als dreihundert Meilen, um die Verabredung einzuhalten, wurde ihr die Audienz abgelehnt, sobald die Sekretärin erfuhr: ‚Worüber genau wollen Sie denn mit ihm sprechen?’

Die Autorin bat dann um einen anderen Termin und bot an, für unbestimmte Zeit in der Stadt zu bleiben, falls nötig. Dies wurde abgelehnt. Ihr wurde dennoch gestattet, mit Joseph Anderson zu sprechen, dem Privatsekretär der Ersten Präsidentschaft, der ihre Bitte anhörte und versprach, zu tun, was er für sie tun könnte. Er bat sie, am nächsten Morgen wiederzukommen.

Zu jener Zeit sagte Mr. Anderson, dass er und Präsident J. Reuben Clark die beeidigten Erklärungen gelesen hätten, und Präsident Clark hätte entschieden, dass sie nicht zugänglich gemacht werden sollten. Der große abgenutzte Umschlag, der sie enthielt, und das Telegramm, das sie autorisierte, lagen während der Unterhaltung auf dem Tisch. Am schwierigsten zu verstehen an dieser ganzen Sache ist nicht so sehr die Absage, die beeidigten Erklärungen zu zeigen, sondern die hartnäckige und wiederholte Weigerung, diese Frage zu diskutieren.“ (The Mountain Meadow Massacre, 1962, S. 217-218, Fußnote)

 

Einige Leute behaupten, dass der Grund, warum man uns den Zugriff zu den Berichten verweigert hat, der ist, dass wir kritisch gegenüber den Lehren der HLT-Kirche eingestellt sind. Während einiges dafür spricht, ist das offensichtlich nicht der einzige Grund. Ein mormonischer Seminarlehrer erzählte uns, dass wir uns deswegen nicht schlecht fühlen sollten, denn Mormonenschriftsteller haben dasselbe Problem. Während der letzten paar Jahre haben sogar Mormonenschriftsteller ihre Stimmen gegen die Unterdrückung der Dokumente erhoben. Zum Beispiel erklärte 1966 Leonard J. Arrington, Präsident der Mormon History Association: „Es ist für die Sache der Mormonengeschichte unglücklich, dass sich die Kirchengeschichtsbibliothek, die in Besitz praktisch aller Tagebücher führender Mormonen ist, nicht in der Lage gesehen hat, diese Tagebücher zu veröffentlichen oder qualifizierten Historikern zu gestatten, sie ohne Einschränkung zu benutzen.“ (Dialogue: A Journal of Mormon Thought, Frühjahr 1966, Bd. 1, Nr. 1, S. 26)

Ralph W. Hansen, früher Manuskript-Bibliothekar für die Brigham-Young-Universität, beklagte sich ebenfalls über „die relative Unzugänglichkeit der Akten des Kirchengeschichtsbüros für Gelehrte…“ (ebenda, S. 157)

Während der vergangenen zehn Jahre haben wir eine Menge Druck auf die Kirche ausgeübt, doch die Praktik des Unterdrückens von Dokumenten einzustellen. Dies hat die Mormonenführer in eine sehr beschämende Lage gebracht. Viele Leute wären geneigt, Philip A. M. Taylors Beobachtung zuzustimmen, dass „Geheimnistuerei dem Ruf der Kirche mehr schadet als aus jeder Öffnung der Archive resultieren könnte;…“ (Dialogue: A Journal of Mormon Thought, Herbst 1966, S. 110)

Die Tatsache, dass sich viele Mormonen unserer Kritik an dem Kirchengeschichtsbüro anschließen, könnte die Mormonenführer zwingen, eine ehrlichere und offenere Politik in Bezug auf die Kirchenberichte anzunehmen. Für weitere Information hierüber siehe unseren Case, Bd. 1, S. 67-86.

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