Änderungen, Zensur und Unterdrückung  
 
  Schlüssel zur Theologie 29.06.2017 00:20 (UTC)
   
 

Schlüssel zur Theologie

 

Im Jahr 1855 veröffentlichte der Mormonenapostel Parley P. Pratt ein Buch mit dem Titel Key to the Science of Theology (Schlüssel zur Wissenschaft der Theologie).

Zwei Jahre später wurde Parley P. Pratt in Van Buren, Arkansas, „ermordet“. Die Kirche fuhr dennoch fort, sein Buch zu drucken. 1965 druckte die Deseret Book Co., die der Mormonenkirche gehört, die „Neunte Ausgabe“. Wir haben den Neudruck von 1965 mit der Originalausgabe von 1855 verglichen und haben herausgefunden, dass viele wichtige Änderungen vorgenommen worden sind. Einige der wichtigsten Änderungen beziehen sich auf die Lehre der Vielehe. In der Originalausgabe von 1855 finden wir folgendes:

 

„Dies ist das ewige Gesetz des Himmels, wie es den Alten aller Zeitalter offenbart worden ist, die die Schlüssel des ewigen Priestertums nach der Ordnung des Sohnes Gottes hielten, und wie es mit dem Priestertum der Heiligen dieses Zeitalters wiederhergestellt wurde.

Und noch einmal, es war das Gesetz des alten Priestertums, und es ist noch einmal wiederhergestellt worden, so dass ein Mann, der glaubenstreu in allen Dingen ist, durch das Wort des Herrn, durch den Dienst von jemandem, der die Schlüssel hat, auf Erden und im Himmel zu binden, MEHR ALS EINE FRAU für Zeit und Ewigkeit empfangen und für sich sichern kann.

So taten es Abraham, Isaak, Jakob, Moses, die Patriarchen vor alters.

Das grundsätzliche Ziel, das sich in diesem Gesetz verbirgt, ist die Vervielfältigung der Kinder guter und wertvoller Väter, die sie die Wahrheit lehren und sie in den heiligen Grundsätzen der Erlösung erziehen werden. Dies ist bei weitem vorzuziehen als sie in die Welt in eine Linie unwerter oder ignoranter Eltern zu schicken, um in Irrtum, Torheit, Unwissenheit und Verbrechen erzogen zu werden.

Die besonderen Eigenheiten dieser Segnungen, die in dem Ewigen Bündnis, das mit Abraham, Isaac, Jakob und ihrer Abstammungslinie geschlossen wurde, waren die Mannigfaltigkeit ihrer Nachkommen und die Ewigkeit der prächtigen, priesterlichen und königlichen Macht ihrer Abstammung.

Um dabei zu helfen, die Erfüllung dieses Bündnisses herbeizuführen, wurden gute und tugendhafte Frauen ihren treuen Propheten, Regenten und weisen und tugendhaften Männern gegeben; und wie von den vier Frauen Jakobs gesagt wird: ‚Diese bauten das Haus Israels.’

Während besondere Segnungen und Ermutigungen einem guten und getreuen Mann und seinen Frauen und Kindern gegeben wurden, während sie von Gott geehrt und von allen geachtet wurden, die sie kannten, während der Vater von einhundert Kindern größere Ehre genoss als ein Held von einhundert Schlachten, waren Ehebruch, Unzucht und jeder ungesetzliche Verkehr verboten und wurden sogar durch die strengsten Gesetze geahndet – nämlich durch die Todesstrafe.

Eine Tochter Israels, die sich durch Prostitution als unwürdig oder für die Pflichten einer tugendhaften Ehefrau und Mutter als unqualifiziert erwies, wurde als untauglich für das Leben betrachtet. Während der Mann, der auf diese Weise mit der Quelle des Lebens spielte und dazu beitrug, dass eine Frau unwürdig wurde, und das Ende ihrer Erschaffung bewirkte, ebenfalls zum Tode verdammt wurde.

Strenge Gesetze wurden auch beiden Geschlechtern gegeben und fleißig gelehrt, um den Verkehr zwischen Mann und Frau zu regeln.“ (Key to the Science of Theology, 1855, S. 163-164)

 

In der Ausgabe von 1965, Seite 164, sind 341 Wörter ohne einen Hinweis gelöscht worden:

 

„Dies ist das ewige Gesetz des Himmels, wie es den Alten aller Zeitalter offenbart worden ist, die die Schlüssel des ewigen Priestertums nach der Ordnung des Sohnes Gottes hielten, und wie es mit dem Priestertum der Heiligen dieses Zeitalters wiederhergestellt wurde.

Strenge Gesetze wurden auch beiden Geschlechtern gegeben und fleißig gelehrt, um den Verkehr zwischen Mann und Frau zu regeln.“

 

Hunderte anderer Wörter in Bezug auf die Lehre der Vielehe sind ebenfalls ohne einen Hinweis gelöscht worden.

Viele Aussagen von Parley P. Pratt in Bezug auf die Gottheit wurden geändert oder ohne jeden Hinweis gelöscht. (Für weitere Information siehe unseren Case, Bd. 1, S. 39-43)

Es ist sehr offensichtlich, dass die Änderungen in Parley P. Pratts Buch überlegte Fälschungen waren, dennoch sind die Mormonenführer nicht bereit zuzugeben, dass Änderungen vorgenommen worden sind. In einem Brief vom 11. Mai 1966 erklärte der Mormonenapostel LeGrand Richards: „… Ich weiß, dass die Kirche wahr ist, UND DASS DIE URSPRÜNGLICHEN LEHREN, WIE SIE VOM HIMMEL OFFENBART WURDEN, NICHT GEÄNDERT WORDEN SIND…“ Auf den Seiten 61 und 62 seines Büchleins No Ma’am, That’s Not History erklärte Dr. Nibley: „Das Evangelium, wie die Mormonen es kennen, entsprang voll ausgewachsen den Worten Joseph Smiths. Es ist NIE ÜBERARBEITET ODER IN IRGENEINDER WEISE ANGERÜHRT WORDEN, und ist FREI VON ÜBERARBEITUNGEN UND ÄNDERUNGEN.“

Diese Aussagen von Dr. Nibley und LeGrand Richards sind natürlich vollkommen unwahr. Die Mormonenführer ändern die Lehren der Kirche nicht nur, sondern sie ändern auch ihre Bücher, um den Anschein zu erwecken, dass keine lehremäßige Änderung vorgenommen wurde.

Die Änderungen in ‚The Key to Theology’ wurden viele Jahre nach dem Tod des Apostels Parley P. Pratt vorgenommen. Eine Ausgabe wurde 1883 (26 Jahre nach seinem Tod) herausgegeben. Wir verglichen die Ausgabe von 1883 mit der Originalausgabe von 1855 an den Stellen, wo später die Hauptänderungen vorgenommen wurden. In jeder Hinsicht stimmt die Ausgabe von 1883 mit der ersten Ausgabe überein. Dies beweist, dass die Änderungen MINDESTENS 26 JAHRE NACH DEM TOD PARLEY P. PRATTS VORGENOMMEN WURDEN!

Diese Änderungen können nicht als „typographische Fehler“ oder versehentliche Weglassungen wegerklärt werden. Es ist sehr offensichtlich, dass sie überlegt und vorsätzlich waren. Es ist vollkommen unmöglich zu glauben, dass jedes Wort bezüglich Vielehe aus Versehen aus der Neuauflage dieses Buches weggelassen wurde. So sehen wir, dass Zensur in der Mormonenkirche eine wichtige Bedeutung hat. Man hat offenbar das Gefühl, dass mit einer falschen Geschichte leichter Bekehrte gewonnen werden können als mit einer wahren, auf Tatsachen beruhenden.

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